Eine eigene Karriereseite als Dreh- & Angelpunkt für die richtigen Bewerber

Eine eigene Karriereseite als Dreh- & Angelpunkt für die richtigen Bewerber

Eine Karriereseite zählt zur Grundausstattung in der erfolgreichen Personalbeschaffung

Sehr viele Handwerksbetriebe aber auch aus vielen anderen Branchen stellen bereits seit Jahren fest, dass sich kaum bis gar kein Personal mehr bei ihnen bewirbt. Und die paar die sich bewerben, entsprechen sehr oft nicht den Vorstellungen & Erwartungen.


Die Gründe hierfür sind vielfältig: 

  • der Fachkräftemangel
  • neue Machtverhältnisse am Arbeitsmarkt = Arbeitnehmermarkt
  • fehlender Einsatz digitaler Technologien in der Personalkommunikation
  • die veränderte Gesellschaft 

Deshalb ist die Rekrutierung neuer Mitarbeiter gerade für kleine Firmen regelrecht zur Qual geworden.

Eine eigene Karriereseite kann hier Abhilfe schaffen!


Wer heutzutage Mitarbeiter finden möchte, kommt an einer Karriereseite einfach nicht mehr vorbei. Dabei spielt die Branche bzw. der Beruf keine Rolle mehr. Heutzutage ist die Karriereseite maßgeblich für den Erfolg in der Personalsuche entscheidend. Immer mehr Bewerber wollen sich auf den Karrierehomepages der Handwerksbetriebe über die Arbeitgeber an sich und deren Jobangebote informieren.


Ziel dieses Beitrags ist es, ein Gefühl dafür zu geben, worum es sich bei einer Karriereseite handelt und warum diese digitale Technologie, diese Art der digitalen Kommunikation gerade in der Rekrutierung von dringend benötigtem Personal so unverzichtbar geworden ist.


Inhalt:

  1. Was ist eine Karriereseite
  2. Warum braucht man eine Karriere Website
  3. 2 Beispiele sehr gut aufgebauter Karriereseiten
  4. 6 Aufgaben einer guten Karriere Homepage
  5. Jobseite gestalten - Wie gehst du es am besten an
  6. Was kostet eine Karriereseite
  7. Fazit


Die Karriereseite als dein eigenes Jobportal, ist der Dreh- & Angelpunkt für mehr Bewerber


Die eine Frage die sehr viele Unternehmer heutzutage permanent beschäftigt, ja sogar verzweifeln lässt: Wie finde ich neue Mitarbeiter?


Die Antwort darauf: Indem dein Unternehmen dort aufscheint wo die Arbeitssuchenden heutzutage Jobs suchen, im Internet. Die Ausgangsbasis dafür, ist eine Karriere Homepage.



1. Was ist eine Karriereseite?

Eine Karriere Website kannst du dir vorstellen wie deine bestehende Unternehmens- Homepage, -Website die du schon im Einsatz hast. Allerdings mit einem ganz klaren Arbeitgeber-, Personal- & Jobgerichteten Fokus. Karriere Webseiten haben die Aufgaben dich als Arbeitgeber am jeweiligen Arbeitsmarkt zu präsentieren und dir bei der Kandidaten Auswahl zu helfen. Über diese kannst du den Jobinteressierten zeigen wofür du stehst, wohin du mit deinem Unternehmen willst, was du für sie tust und welche Jobs du anbietest.


Genauso wie für Kunden die Unternehmenshomepage zur ersten Anlaufstelle geworden ist, so ist eine Karrierewebseite zur ersten Anlaufstelle für Arbeitssuchende geworden. Sie stellt somit den wichtigsten Teil der Möglichkeiten der Personalbeschaffung dar.


Dort verschaffen sich Interessenten, potentielle Anwärter einen Überblick über:

  • dich als Arbeitgeber
  • die bestehenden Mitarbeiter
  • die Werte und Kultur
  • offene Stellen
  • Karriere-/ Jobmöglichkeiten
  • Weiterbildungsmöglichkeiten, Ausbildungs- & Entwicklungsmöglichkeiten
  • Mitarbeitervorteile (Benefits)
  • Bewerbungsmöglichkeiten
  • eventuell soziales & nachhaltiges Engagement des Unternehmens 


Im Vergleich zu deiner bestehenden Unternehmensseite unterscheidet sich neben dem Inhalt vor allem die Bild- sowie die Textsprache von Grund auf.


Schau dir den Unterschied an, überzeug dich selbst:

Unternehmensseite

Angesprochene Schwerpunkte sind Dienstleistungen & Produkte


Beispiel Unternehmensseite Belistic



Karriereseite

Angesprochene Themen sind

  • Über uns als Arbeitgeber
  • Tätigkeitsbereiche
  • Studenten und Hochschulabsolventen
  • Job-/Karrieremöglichkeiten - Stellenangebote


Beispiel Karriereseite 9 Belistic


Idealerweise bietest du den Arbeitssuchenden auch gleich die Möglichkeit sich über die Karriere-Homepage zu bewerben. Der ganze Bewerbungsprozess kann auf einfache Art & Weise digital abgebildet und umgesetzt werden. Hierfür gibt es heutzutage jede Menge technische Lösungen wie z.B. Video Bewerbungsmöglichkeiten, die sich problemlos in die Webseiten einbinden lassen. 


Meine Agentur arbeitet hier mit der Software MyInterview.


Video Recruiting Myinterview Belistic


Meet people, not resumes - Triff dich mit Menschen, nicht mit den Lebensläufen, so lautet ihr Leitgedanke!


Nicht nur das man mit Videobewerbungen den Erwartungen der Stellensuchenden entspricht, man bekommt auch noch ganz andere Bewerbereinblicke. Menschliche Einblicke!!


Eine gut durchdachtes Jobportal zieht Jobinteressierte an. Ganz im Gegensatz zu einer Unternehmensseite die auf Kunden Kommunikation ausgelegt ist. Und sie wandelt Interessierte, Besucher auch gleich in Bewerber um. Karrierewebseiten stellen deshalb den bedeutsamsten Teil der notwendigen digitalen Grundausstattung in der Arbeiter Suche dar.


Personalbeschaffung


Eine einfache und dennoch immer wieder vorkommende Form einer Karriere-Webseite ist ein lieblos gestalteter und (nicht) gefüllter Karriereteil auf den Unternehmenswebseiten. Meistens findet man dort nur freie Stellen (wenn überhaupt) und sonst nichts. Davon rate ich als Personalmarketing Experte allerdings ab.


In der Rekrutierung von qualifizierten Kandidaten, rate ich persönlich, zu einer ganz klaren Trennung zwischen dir als Arbeitgeber und dir als Unternehmen. Genau deswegen sehe ich auch die notwendig in einer eigenständigen Karriere Website. Dadurch wird sie zur idealen Plattform, um Arbeitgebereinblicke zu gewähren.



2. Warum braucht man heutzutage eine eigene Karriereseite

Es gibt viele gute und fundierte Gründe dafür, warum dir so eine Technologie bei der Arbeiter Suche helfen wird:

  1. Personalbeschaffung ist zu einer Marketing- & Vertriebsaktivität geworden - Personalmarketing
  2. du brauchst jemanden oder etwas der dir die Arbeit der Personalsuche abnimmt
  3. das Entscheidungsverhalten der Arbeitssuchenden hat sich verschoben
  4. steigendes Nutzungsverhalten im Internet
  5. Personalansprache vs. Kundenansprache


1. Personalbeschaffung ist zu einer Marketing- & Vertriebsaktivität geworden


Wandel zum Arbeitnehmermarkt und dessen Auswirkungen - Personalsucher die den Wandel vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt erkennen und dementsprechend reagieren, können sich vor lauter Bewerber gar nicht retten (trotz Fachkräftemangel). Die Sieger daraus verstehen, dass sich die Überzeugungsrollen gedreht haben. In der Vergangenheit war es die Aufgabe des Bewerbers, das Unternehmen von sich zu überzeugen. Heute schlüpfen die Betriebe in die Überzeugungsrollen.


Der Arbeitsmarkt hat sich vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt weiterentwickelt


Hinweise, um diese Veränderung am Arbeitsmarkt zu erkennen gibt es einige:


Mitarbeiter verlassen die Unternehmen

Langjährige, treue Mitarbeiter, ja sehr oft sogar die besten Mitarbeiter verlassen die Unternehmen, obwohl Ihnen mehr Geld geboten wird. In der Vergangenheit gut funktionierende Anreize können die abgehenden Fachkräfte nicht mehr halten.


Der herrschende Fachkräftemangel, Personalmangel

Die Unternehmen kämpfen (War for Talents), um das verfügbare Personal am Arbeitsmarkt. Sehr viele Unternehmen vor allem aus dem Handwerk stellen schon seit geraumer Zeit fest, dass sich kaum bis keine Menschen mehr bei ihnen bewerben.


Video Rekrutierungssysteme

Aber auch die am Markt verfügbaren und eingesetzten digitalen Technologien, im Einsatz von Rekrutierungsmaßnahmen wie z.B: Video Recruiting Software Systeme sind ein Hinweis darauf. Solche Technologien sind entstanden weil es die Menschen wollen und erwarten. Bewerbungen sollten heute schnell und kurzer Hand möglich sein. Bei jüngeren Generation (Gen Y, Z) kommt es sogar vor, dass sie sich aus einem Cafe bewerben. Also sollten wir ihnen die Möglichkeiten bieten sich zu jeder Zeit und überall bei uns bewerben zu können.


Möglichkeiten der Rekrutierungswege haben sich weiterentwickelt

Die Bewerbungskanäle also die Wege der Bewerbungen haben sich weiterentwickelt. Noch nie gab es so viele Recruiting Kanäle. Das sind jene Kanäle (Social Media, Karriereseiten, Google Jobs, YouTube, etc…) über die sich Bewerber über die Unternehmen informieren und im Anschluss dann auch gleich bewerben wollen. Das Gleiche gilt aber auch aus Unternehmenssicht. Die Vielzahl der eingesetzten Kanäle, um potentielle Arbeiter & Angestellte anzusprechen und zu finden, steigt von Jahr zu Jahr. In diesem Zusammenhang wird von Social Recruiting gesprochen.


Arbeiter suchen sich die Arbeitgeber aus


Die Identitätsbasierte Generation

Weitere Argumente hierfür liefert der Wertewandel der Arbeitswelt an sich. Die Welt befindet sich bereits Jahren im Umbruch. Veraltete Traditionen, Ansichten und Prinzipien werden vielfach in Frage gestellt und einfach nicht mehr akzeptiert. Der Mensch und seine Bedürfnisse geraten immer mehr in den Vordergrund und gewinnen deutlich an Bedeutung. Die Identitätsbasierte Generation will sich mit den Unternehmen „identifizieren“ können. 


Smartphones sind in der erfolgreichen Personalbeschaffung nicht mehr wegzudenken

Das Verhalten der Informationsgesellschaft, Wissensgesellschaft, also der Gesellschaft in der wir heute leben, liefert auch ein sehr wesentliches Verständnis hierfür. Viele Menschen sind mittlerweile ununterbrochen online, kaum jemand verlässt sein zu Hause ohne seinem Smartphone. Um sich über Neuigkeiten, Interessen und Unternehmen zu informieren und auszutauschen. Bewertungsportale und Online-Kommentare ergänzen zusätzlich dieses Verhalten.


2. Du brauchst jemanden oder etwas der dir die Arbeiter Suche abnimmt


Wir wissen jetzt, dass Personalsuche zu einer Marketing- & Vertriebsaktivität geworden ist, in diesem Zusammenhang spricht man auch von Personalmarketing. Und das die Unternehmen die Überzeugungsarbeit leisten müssen. Idealerweise so früh wie möglich in der Candidate Experience oder Candidate Journey.


Als Candidate Experience oder Candidate Journey, auf Deutsch „Bewerbererfahrung“, können alle Berührungspunkte zwischen dem Anwärter und dem Unternehmen angesehen werden. Hierzu zählen Webseiten, Stelleninserate, Jobportale, Social Media bis hin zu Vorstellungsgesprächen.


Jetzt hast du als Unternehmer zwei Möglichkeiten. Erstens, du übernimmst die Überzeugungsarbeit selbst. Die großen Herausforderungen hierbei, du hast eh kaum Zeit und noch viel ausschlaggebender ist, dass du erst bei den Bewerbungsgesprächen die Chance dazu hast. Bedenkt man die Candidate Journey, dann ist dieser Schritt in vielen Fällen einfach zu spät. Vor allem wenn man erst gar keine Bewerber bekommt. Was nichts anderes bedeutet, als das du nicht einmal die Gelegenheit zur wichtigen Überzeugungsarbeit bekommst.


Oder du gibst diese Aufgabe ab und lässt deine Karriereseite für dich sprechen und überzeugen. Eine Karriereseite bietet dir also die Möglichkeit, die Überzeugungsarbeit abzunehmen. Außerdem bietet sie dir die einmalige Gelegenheit, das Bedürfnis der Bewerber „DORT WILL ICH ARBEITEN“ zu wecken. Und damit drehst du den Spießrutenlauf um, nicht mehr du suchst Mitarbeiter sondern die Mitarbeiter kommen zu dir.


Dieser Aspekt ist deshalb so wichtig, weil die Unternehmer von kleinen Betrieben sehr oft an ihre zeitlichen Grenzen stoßen, dabei ist es egal worum es im Unternehmen geht. Und Personalbeschaffung ist in Zeiten des Fachkräftemangels zu einer umfangreicheren Aufgabe geworden, als es die Meisten gewohnt sind. 


3. Das Entscheidungsverhalten der Arbeitssuchenden hat sich verändert


Die Notwendigkeit für diesen wichtigen Teil der digitalen Grundausstattung in der Personalkommunikation, findet sich in der Tatsache wieder, dass die Menschen das Internet als erste Anlaufstelle nutzen, um Informationen einzuholen. Damit wird die Verschiebung des Kauf- & Entscheidungsverhaltens angesprochen. Ein Verständnis für diese Verschiebung liefert das Kundenverhalten. Zuerst suchen die Menschen im Internet nach Informationen. Erst anhand dieser gewonnen Informationen treffen sie Entscheidungen.


Legt man das Kaufverhalten der Kunden, auf das Entscheidungsverhalten von Arbeitssuchenden um, dann wird man feststellen, dass die Interessierten die Karriere-Webseiten der Betriebe suchen und besuchen. Um im ersten Schritt mehr Informationen zu erhalten. Sie suchen sich die Unternehmen mithilfe der verfügbaren Informationen im Internet aus, um sich so ein Bild der Arbeitgeber zu machen. Auch hier trifft die Aussage treffend zu „Unternehmen die im Internet nicht zu finden sind, existieren nicht“


4. Statistiken aus dem Jahr 2020/2021 Österreich & Deutschland


Diverse Statistiken & Studien zeigen, dass bereits mehr als 90% der Österreicher das Internet nutzen, um sich zu vorab zu informieren. Karrierehomepages und Internet Jobportale belegen die Plätze 1 & 2 in den beliebtesten Online Recruiting Kanälen der Unternehmen. Der Anteil der Neueinstellungen durch Unternehmen nach Rekrutierungskanälen liegt bei satte 70% bei Karrierewebseiten, dicht gefolgt von Internet Stellenbörsen.


Hier findest du einen guten Artikel hierzu, der auch Grafiken zu den soeben erwähnten Statistiken beinhaltet.


5. Personalansprache vs. Kundenansprache


Meines Erachtens nach der allerwichtigste Grund für ein eigenes & eigenständiges Jobportal. Es sollte eine klare Trennung zwischen dir als Unternehmen und dir als Arbeitgeber ersichtlich sein.


Wir sprechen mit Kunden, Lieferanten und Partnern über andere Themen & Inhalte und mit ganz anderen Bildern & Texten als mit unseren Mitarbeitern. Sei es nun bestehendes oder zukünftiges Personal und vor allem Branchen bzw. Beruf unabhängig.


Letztlich gilt es personalbezogene Themen & Inhalte einfach nur in eine entsprechende Bild- & Textsprache zu übersetzen und auf der Karriere-Website zu kommunizieren.


Was nichts anderes bedeutet, als Menschen die sich auf Arbeitssuche befinden fühlen sich von Unternehmensseiten die auf Kundenkommunikation ausgelegt sind, einfach nicht angesprochen. Und werden sich deshalb auch nicht bewerben.


Was sind personalbezogene Themen & Inhalte?

  • das Arbeitgeberversprechen - welche Möglichkeiten bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern z.B.
    • Bei uns zählt der Wille
    • Lebe deine Selbstständigkeit
  • Unternehmensleitbild
    • Vision
    • Mission
    • Werte
  • Stellenwert des Unternehmens in der Gesellschaft und der Umwelt
  • Kultur z.B.
    • leistungsorientierte Kultur die auf Vertrauen und Zuverlässigkeit basiert
    • eine wertschätzende Kultur
    • eine anerkennende Kultur
    • Fehler- & Akzeptanz Kultur
    • eine Kultur der Menschlichkeit
    • eine Kultur der Fairness, der Willenskraft
  • Mitarbeiter
    • Persönlichkeiten hinter den Kulissen
    • Anzahl und Qualifikationen
    • freie Stellen
  • Unternehmensangebote
    • Mitarbeitervorteile (Anreizsysteme) sogenannte Benefits um Mitarbeiter zu gewinnen & binden
    • Gesundheit und Vorsorge
    • Work Life Balance
    • Home Office, flexible Arbeitszeiten
    • Speisen und Getränke
    • Arbeitsumfeld
    • Events und Aktivitäten
    • Vergünstigungen
    • Mitgliedschaften (MIVO, Fitness, Massage, Yoga)
    • Weiterbildungs-/Entwicklungsmöglichkeiten
    • Persönliche Weiterbildung
    • Fachliche Weiterbildung
  • Bewerbungsprozesse


Schauen wir uns diese personalbezogenen Schwerpunkte einmal bei bestehenden Seiten genauer an, sogenannte Best Practices:



3. Beispiele sehr gut aufgebauter Karriereseiten

Otto Versandhandel als Arbeitgeber

Die Otto Versandhandel Karrierewebsite ist meines Erachtens ein wirklich großartiges Beispiel. Sehr umfangreich, sehr informativ, die haben wirklich an vieles gedacht. Bei Otto findet man ein klare Trennung zwischen der otto.de (Unternehmensseite für Produkte) und der Jobseite (Arbeitgeberseite) bei Otto - Finde deinen neuen Job https://www.otto.de/jobs/. 


So sieht die Startseite aus:


Beispiel Karriereseite 1 Belistic



Die Jobseiten findet man in vielen Fällen wenn man den Unternehmensname in Kombination mit Jobs oder Karriere eingibt, also Otto Karriere oder Otto Jobs.


Schauen wir uns den wichtigsten Teil der Startseite einmal im Detail an. Den Header Bereich, das ist der obere Bereich einer Startseite.


Beginnen wir mit den Menüpunkten auf der Oberseite:


Beispiel Karriereseite 2 Belistic


Die Menüpunkte sprechen folgende Themen an:

  • Jobs
  • Wir sind …
    • Vision
    • Mitarbeitervorteile
    • Onboarding (Eingliederunsprozess)
    • Kultur
    • Werte
    • Karrierewege
    • New Work
  • deine Möglichkeiten - Zielgruppen gerechte Ansprache
    • Einstiegsbereiche
    • Schüler
    • Studierende
    • Berufseinsteiger
    • Berufserfahrene
  • Technologie
    • Tech Hub
    • Tech Blog
    • Arbeitsweisen
    • Team
  • Rund ums bewerben
    • Bewerbungstipps
    • Hilfe & Support
    • Campus
  • Jobnews & Events


Der Headertext „Gestalte die digitale Zukunft mit uns“:


Das ist das sogenannte Arbeitgeberversprechen. Ein Arbeitgeberversprechen ist die Antwort darauf, warum sich ein Kandidat für dein Unternehmen als Arbeitgeber entscheiden soll. Es beinhaltet Ausschnitte der Unternehmenskultur, der gewünschten Mitarbeiter und der Mitarbeitervorteile. Die Königsdisziplin wäre dann noch die Unternehmensvision auch einzubauen.


Beispiel Karriereseite 3 Belistic



Den kreativen Köpfen dieses Versprechens ist es gelungen, alle wichtigen Themen inkl. der Unternehmensvision einzubauen. Dadurch erzeugen sie eine eindeutige Ansprache „Gestalte die digitale Zukunft mit uns“!


Dieser kurze Satz beinhaltet:

  • Unternehmensvision, Unternehmensfokus: „die digitale Zukunft“ - zeigt auf in welche Richtung sich das Unternehmen weiterentwickeln wird
  • Wen sucht das Unternehmen - Personen die sich gerne mit der Digitalisierung auseinandersetzen
  • „Gestalte die Zukunft mit uns“ - damit wird ganz klar kommuniziert, dass jedem die Möglichkeit geboten wird gemeinsam mit dem Unternehmen das Ziel zu erreichen


Was gibt es noch zu dieser Webseite zu sagen:

Otto ist es wirklich gelungen die Jobseiten Besucher mit relevanten Informationen (Headertext, Menüpunkt, Bild & Tonsprache) in den ersten paar Sekunden der Recherche anzusprechen. Das ist deshalb so wichtig, weil die Aufmerksamkeitsspanne bei Internet Recherchen nur wenige Sekunden beträgt. Finden die Arbeitssuchenden, die potentiellen Bewerber in dieser kurzen Zeit nicht die Informationen die sie suchen bzw. was sie suchen, sind sie als Anwärter auch gleich wieder weg.



Spotify als Arbeitgeber

Nehmen wir einmal Spotify den Audio Streaming Dienst (Online Musik Sender) her. Auch sie setzen auf eine klare Trennung zwischen dem Unternehmen und sich als Arbeitgeber. Spotify setzt mit der URL www.lifeatspotify.com (das Leben bei Spotify und nicht arbeiten bei Spotify) sogar noch einen drauf. Bereits mit dem ersten Berührungspunkt, der URL, teilen sie mit welche Kultur bei ihnen gelebt wird. Bei Ihnen steht das Leben im Vordergrund und damit entsprechen sie den heutigen Wertvorstellungen der neuen bzw. jüngeren Generationen. 


So sieht die Startseite der Spotify Jobseite aus:


Beispiel Karriereseite 4 BelisticBeispiel Karriereseite 6 Belistic


Menüpunkte:

Auch hier sind die Menüpunkte so gewählt, sodass sich potentielle Kandidaten umfangreich über den Arbeitgeber informieren können.


Beispiel Karriereseite 5 Belistic


  • Locations - Standorte
  • Being here - was bedeutet es bei Spotify zu sein bzw. zu leben
  • Diversity, Equity & Impact - hier wird über die personelle Vielfalt gesprochen, aber auch über den Einfluss des Unternehmens auf das soziale Leben und die Umwelt
  • Students - bedeutet sie Sprechen eindeutig eine bestimmte Zielgruppe an
  • How we hire - wie kann man sich bewerben, der Bewerbungsprozess an sich


Header Text - the message:

Als Personalsucher sprechen sie über ihre Unternehmenskultur, die Unternehmenswerte und welche Einstellung, Eigenschaft ja sogar Persönlichkeit jeder mitbringt bzw. mitbringen sollte.


Das Arbeitgeberversprechen lautet: One band, no solo artists - ein Team (Band weil Musik Bezug), keine Einzelspieler


Beispiel Karriereseite 7 Belistic


Auch sie haben es als Arbeitgeber verstanden, welche Informationen in den ersten paar Sekunden der Entscheidung notwendig sind, um die Suchenden Kandidaten abzufangen und sie zu potentiellen Bewerbern zu machen.



4. 6 Aufgaben einer guten Karriere Homepage:

  1. Sie belegt den 1. Platz in den Möglichkeiten der Arbeiter Suche
  2. Sie hilft dir dein Unternehmen als Arbeitgeber am Arbeitsmarkt sichtbar zu machen, aufmerksam zu machen
  3. mit ihr erzeugst du das Bedürfnis - bei diesem Unternehmen will ich arbeiten
  4. Sie hilft dir die Menschen anzusprechen die du suchst - die Anzahl der Bewerbungsunterlagen & Bewerbungsgespräche mit Personen die nicht zum Unternehmen passen werden vielfach reduziert
  5. Sie hilft dir dich zu entlasten und zugleich den Erwartungen der Arbeitswelt zu entsprechen, indem sie einfache digitale Bewerbungsprozesse ermöglicht
  6. Sie hilft dir dich von allen anderen zu unterscheiden - damit erzeugst du ein Alleinstellungsmerkmal



5. Jobseite gestalten - Wie gehst du es am besten an? Worauf solltest du achten?

Die zwei angeführten Beispiele aus Kapitel 3 zeigen wie umfangreich so eine Karriere Homepage sein kann. Sie führen aber auch beispielhaft an, welche Informationen & Möglichkeiten vorhanden sein sollten. Genau deswegen wurden sie von mir angeführt, sie sollen helfen zu verstehen worum es hierbei geht.


Vielleicht fragst du dich jetzt, funktioniert so etwas im Handwerk auch? Wie soll ich so etwas umsetzen? Wo soll ich anfangen und wie soll ich so etwas finanziell stemmen können? Dafür möchte ich dir jetzt ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben. 


Ich weiche allerdings nicht davon ab, zu sagen, dass eine klare Trennung zwischen dir als Unternehmen und dir als Arbeitgeber ersichtlich sein sollte. Das erwähne ich deshalb weil mich viele Unternehmer fragen, aber ich hab doch schon eine Webseite, können wir das nicht einfach darauf unterbringen! Wir werden den Menüpunkt Karriere/Job auf jeden Fall auf der bestehenden Seite einbauen, dieser Link führt dann jedoch zu einer eigenständigen Seite!


Das oberste Ziel einer Karriere Website lautet: Gewähre Arbeitgebereinblicke



1. Schritt - Eine eigenständige Karriereseite

Deshalb startet mein Ratschlag ganz klar mit dem gut gemeinten Rat, gewöhn dich schon mal an den Gedanken eine eigenständige neue Webseite nur für deine Personalkommunikation zu haben. Vor etwas mehr als 20 Jahren hieß es, du brauchst eine Webseite damit man dein Unternehmen im Internet auch findet. Heute lautet die Devise, du brauchst mehr als nur eine Webseite bzw. mehrere digitale Technologien, um den Anforderungen am Arbeitsmarkt zu entsprechen. Um Wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben.


2. Schritt - Was gehört auf eine Karriereseite?

  • Das Arbeitgeberversprechen

Ein Arbeitgeberversprechen ist die Antwort darauf, warum sich ein Kandidat für dein Unternehmen als Arbeitgeber entscheiden soll.


Ein aussagekräftiges, identitätsbasiertes Arbeitgeberversprechen ist die wichtigste Grundlage, um gleich einmal vom ersten Schritt weg, die Menschen anzusprechen die man sucht! UND NIEMAND ANDEREN!!!! Du willst nur mit Menschen zusammenarbeiten die mit dir gemeinsam deinen Traum leben, die mit dir gemeinsam das Unternehmen weiterbringen. Menschen die es dir ermöglichen am Unternehmen zu arbeiten.


Wie findest du dein Arbeitgeberversprechen?

Das Versprechen ist eine Zusammenfassung deiner Unternehmenswerte und der -kultur aber auch aus deinen Unternehmensangeboten wie Mitarbeitervorteile & Entwicklungsmöglichkeiten. Im besten Fall auch noch aus deinem Unternehmensziel.


Dieses Versprechen platzierst du zuallererst im Headertext deiner Startseite aber auch in den Stelleninseraten, den Social Media Posts, einfach überall.


  • die Menüpunkte - worüber sprichst du?

Als Basisausstattung rate ich dir zu folgenden 4 Menüpunkten.

  • Wir als Arbeitgeber - Wofür stehst du als Arbeitgeber, Mitarbeiter, Werte und Kultur, wie sieht das Leben in deinem Unternehmen aus
  • Die Unternehmensangebote - Welche Mitarbeitervorteile bietest du
  • Jobs - welche verfügbaren Jobs gibt es im Unternehmen
  • Der Bewerbungsprozess - wie kann man sich bewerben, wie sieht der Ablauf aus, worauf legst du Wert beim bewerben, wo stehe ich gerade im Bewerbungsprozess, Ansprechperson


Es gibt natürlich noch so viel mehr Informationen und Themen über die wir Einblicke als Arbeitgeber gewähren können, aber eins nach dem anderen. Wichtig ist einmal den ersten Schritt zu machen. Mit diesen 4 Menüpunkten deckst du für den Anfang alles Notwendige ab. Der Rest bzw. andere Schwerpunkte kommen dann mit der Zeit dazu. Heutzutage ist eine Webseite ein lebendiges Ding, es wächst und wächst mit der Zeit. 


  • Worauf solltest du besonders achten?

Die verwendete Bildsprache und Tonalität. Also wie kommunizierst du mit deiner Zielgruppe.


Bildsprache - verwende Fotos & Videos von deinen echten Mitarbeitern, auf gar keinen Fall Stockfotos einsetzen


Tonalität - entscheide dich, ob du per „du“ oder per „Sie“ sprichst und vor allem schreib in der Sprache deiner Zielgruppe



6. Was kostet eine Karriereseite?

Bei meiner Agentur für Personalberatung bekommst du so etwas, mit der soeben angeführten Basisausstattung inkl. dem Arbeitgeberversprechen, um € 2.600,00.- netto. Zusätzliche Kosten mit denen du rechnen solltest sind Fotos, die monatliche Software Gebühr des CMS Systems (also der Webseiten Technologie) und eventuell 2-3 Std. Grafikerkosten.


Bitte sei dir darüber bewusst, dass die Grundlage für dein zukünftiges, eigenes Jobportal, aus einem Employer Branding Konzept abgeleitet wird. Und je nachdem wo dein Unternehmen als Arbeitgeber steht wirst du so etwas auch noch benötigen. Um herauszufinden in wie weit du bereits eine Arbeitgebermarke hast, bietet meine Agentur auch eine Unternehmensanalyse für € 500.- netto an. Anhand dieser Auswertung können wir dir dann genau sagen, wo wir ansetzen sollten und wie viel so ein Konzept für deine Arbeitgebermarke kostet.


7. Fazit

  • In der erfolgreichen Rekrutierung von geeignetem Personal ist ein eigenes Jobportal nicht mehr wegzudenken
  • Wer heutzutage auf Mitarbeitersuche im Handwerk ist, kommt an einer Karriereseite einfach nicht mehr vorbei
  • sie ist die erste Anlaufstelle für Jobsuchende
  • sie macht Arbeitssuchende, Interessierte zu potentiellen Bewerbern
  • wer mehr Mitarbeiter finden möchte, der sollte Personalmarketing zu einer wesentlichen Aufgabe machen
  • Unternehmen bzw. Arbeitgeber die im Internet nicht zu finden sind, existieren nicht
  • Menschen wollen sich digital Bewerben können - Video Recruiting
  • sie ist deine Möglichkeit, um Arbeitgebereinblicke zu gewähren


Lass mich wissen ob ich es geschafft habe dir aufzuzeigen, was eine Karriereseite ist und warum sie so wichtig geworden ist, oder ob du noch mehr Informationen benötigst. Vielleicht hast du ja auch bereits ein Bestpractice das du gerne in den Kommentaren teilen möchtest. Ich freue mich auf deine Meinung.


beste Grüße

Cristoph 

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